Betriebliche Weihnachtsfeiern und Wichteln

Käthe Wohlfahrt´s Christkindlmarkt in Rothenburg ob der TauberAuch alle Jahre wieder gibt es in den Firmen die Weihnachtsfeiern. Nicht jeder Mitarbeiter ist davon begeistert und fragt sich: „Muss ich eigentlich an der betrieblichen Weihnachtsfeier teilnehmen?“

 

Keine Pflicht zur Teilnahme an der Weihnachtsfeier

Es gibt für Arbeitnehmer keine Pflicht zur Teilnahme an der Weihnachtsfeier.

Rein arbeitsrechtlich betrachtet, kommt es aber darauf an, wann die Feier stattfindet.  Beginnt die Weihnachtsfeier nach der regulären Arbeitszeit, entstehen für die Teilnahme keine Überstunden.

Findet die Weihnachtsfeier in der Arbeitszeit statt, muss der nichtfeiernde Arbeitnehmer arbeiten. Ist dies nicht möglich, weil er ohne seine Kollegen seine Arbeit nicht verrichten kann oder weil im Büro Weihnachtslieder gesungen werden, darf der Arbeitgeber den Lohn des nicht teilnehmenden Arbeitsnehmers nicht kürzen oder von ihm verlangen, dass er Urlaub nimmt.

 

Verhaltensfalle

Auch auf der Weihnachtsfeier gelten trotz Alkoholgenusses und lockerer Atmosphäre die normalen Anstandsregeln gegenüber den Kollegen und Vorgesetzten. Beleidigungen und tätliche Angriffe können zur Kündigung führen.

 

Geschenke

Nicht teilnehmende Arbeitnehmer haben keinen nachträglichen Anspruch auf Geschenke, die auf der Weihnachtsfeier verteilt werden.

In so manchem Betrieb wurde das Wichteln als Geschenkform eingeführt. Wichteln wird auch Julklapp genannt. Die Auswahl wer wem etwas schenkt wird zufällig getroffen, niemand weiß, von wem er etwas bekommen wird. In einige Betrieben wird das Geheimnis des Schenkenden doch gelüftet.

Das  Wichteln kommt aus Skandinavien, wo nordische Wichtel den Beschenkten heimlich eine kleine Gabe in der Weihnachtszeit zusteckten. Wichtel sind kleine Geister, die gerne anderen helfen, aber auch gerne Schabernack betreiben.

Das Schrottwichteln ist eine weitere Variante des Brauches. Hierbei wählen die Schenkenden etwas aus, was nutzlos, unbrauchbar oder sogar geschmacklos sein darf.

Es bleibt die Frage offen, warum man überhaupt etwas schenkt, wenn es nicht von Herzen kommt?

 

Siehe auch „Alle Jahre wieder …“

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