Konferenz „Topographie der Erinnerung“ – Gedenken und Erinnern in Südniedersachsen

Die Sendung wurde am 21. April 2009 im StadtRadio Göttingen ausgestrahlt.

ehemaliges KZ Moringen

ehemaliges KZ Moringen

Am 21. März 2009 fand in Moringen in der LKH Moringen [Anm.:Landeskrankenhaus] die Konferenz „Gedenken und Erinnern in Südniedersachsen“ statt.

Gefördert wurde die Konferenz von der Amadeu-Antonio-Stiftung und dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Das Ziel der Konferenz „Gedenken und Erinnern in Südniedersachsen“ war es Initiativen und Einzelpersonen zusammen zu führen, die sich mit den Verbrechen des Nationalsozialismus auseinandersetzen.

Einzelne Projekte wurden den Teilnehmer vorgestellt.

Dr. Dietmar Sedlaczek, der Leiter der KZ Gedenkstätte Moringen und seine Kollegin Julia Braun begrüßten die Konferenzteilnehmer.

Auch Dr. Nader von der Amadeu-Antonio Stiftung übermittelte einige Grußworte.

Danach wurde es erstmal recht wissenschaftlich.

Dr. Habbo Knoch referierte über die veränderten Aufgaben der Gedenkstätten. Seine Ausführungen standen unter dem Motto „Vom Ort der Tat zum Raum des Erinnern.“

Marc Czichy stellte das Göttinger Aktions Bündnis „Gedenken an die Opfer des NS 27. Januar“ vor. Er war einer der Mitbegründer des Bündnisses. Das Bündnis „Gedenken an die Opfer des NS 27. Januar” war eine Reaktion auf die Einsetzung des „Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus“ am 27. Januar von dem damaligen Bundespräsidenten Roman Herzog im Jahre 1996.

Dr. Hilko Linnemann von der Kreisvolkshochschule Holzminden stellte die geplante Ausbildung zum Geschichtsmoderator im Landkreis Holzminden vor.

Jutta Henze von der Realschule Delligsen sprach über die Schüler-AG Spurensuche im Hils.

Aufgelockert wurde das Programm durch Dr. René Mounajed. Er überraschte mit einem Plädoyer für Comics im Geschichtsunterricht.

Der Historiker Günther Siedbürger von der Geschichtswerkstatt Duderstadt berichtete über ein internationales EU-Projekt. Das Projekt ist eine Wanderausstellung mit dem Arbeitstitel “Europäische Dimensionen der Zwangsarbeit im Nationalsozialismus“ – Eine Fallstudie über Südniedersachsen – Region Göttingen und Northeim” [Anm.: endgültiger Titel „Auf der Spur europäischer Zwangsarbeit – Südniedersachsen 1939 – 1945]. Die Geschichtswerkstätten Göttingen und Duderstadt e.V. sind daran beteiligt.

Firouz Vladi rundete mit seinem Beitrag die Konferenz „Gedenken und Erinnern in Südniedersachsen“ ab. Er befasste sich mit dem geplanten Rad-Wander- und Gedenkweg zur Helmetalbahn. Firouz Vladi vertrat Arbeitgemeinschaft Spurensuche in der Südharzregion.

Diese Arbeitsgemeinschaft hat sich inzwischen aufgelöst. Die Arbeitsergebnisse wurden der KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora übergeben.

Zwischen den einzelnen Beiträgen gab es auch genug Zeit für Diskussionen und Gespräche.

In der Abschlussrunde wurde vereinbart, dass eine gemeinsame Internetseite eingerichtet werden soll. Diese Internetseite soll die einzelnen Projekte der Teilnehmer aufzeigen.

Außerdem wurde angeregt, sich 1-2 Mal im Jahr zu treffen.

Soweit zu der Moringer Konferenz „Gedenken und Erinnern in Südniedersachsen“ am 21.März 2009.

(c) Ingeborg Lüdtke

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