FORUM Religion im Dialog (Uni Göttingen): Zeugen Jehovas

FORUM Religion im Dialog an der Universität Göttingen ist „für eine Gesellschaft frei von Vorurteilen, Misstrauen und Ignoranz. Die Dialogveranstaltungen sind offen sind für alle, Gläubige und Nichtgläubige.“

Am Donnerstag, den 21.4.2016 lud das „FORUM Religion im Dialog“ die Religionsgemeinschaft der Zeugen Jehovas ein.

WIlfried Voigtländer u. Holger Brandt

WIlfried Voigtländer u. Holger Brandt

Die beiden Referenten Wilfried Voigtländer und Holger Brandt wurden von Monia Bode und David Keller unterstützt. Sie untermauerten all ihre Aussagen mit einem Bibeltext.

Dreizehn der insgesamt  25 Zuhörer waren keine Jehovas Zeugen. Überwiegend waren es jüngere Personen, die sich über die Religionsgemeinschaft unverbindlich informieren wollten.

Die Veranstaltung wurde in drei Programmteile unterteilt: Die Vorstellung der Glaubenslehren u.a. anhand von im Vorfeld eingereichter Fragen, Jehovas Zeugen und die Bluttransfusionen und ein allgemeiner Fragenteil.

Vorstellung der Glaubenslehren

Zeugen Jehovas  würden die ganze Bibel als Gottes Wort betrachten. Die entsprechenden Bibeltexte seien 2. Timotheus Kapitel 3 Vers 16 (2. Tim 3:16) und 2. Petrus  1:20,21. Die Mitglieder der Zeugen Jehovas kämen aus verschiedenen Kulturkreisen  und es gäbe hunderte von Sprachen unter ihnen. Als gemeinsames Ziel verbände es sie, dass sie Jehova (Name ihres Gottes) ehren möchten (1. Petrus 2:12).

Im Alltagsleben versuche man so gut wie möglich Jesus Christus nachzufolgen (2. Petrus 2:21). Christen genannt zu werden, sei eine Ehre (Apg. 11:26).

 

Vom Königreich predigen

JW.ORG

JW.ORG

Der Auftrag Jesu sei es bis zum entferntesten Teil der Erde zu predigen (Apostelgeschichte 1:8). Ein weiterer Auftrag sei es, Jünger aus allen Nationen zu machen und zu lehren (Matthäus  24:14; 28:19,20). Dies sei heute per Internet (jw.org) und den eigenen TV-Kanal (http://tv.jw.org/#de/home) noch besser möglich.

Der Wunsch sei es, die Menschen für die Bibel und Gottes Königreich zu begeistern (Matthäus 6:9,10; 10:7) und von Gottes Königreich zu erzählen bzw. Zeugnis abzulegen.

 

Name Gottes JHWH

JHWH - Tetragrm

JHWH – Tetragram

Als Zeuge Jehovas sei man ein  „Zeuge für Gottes Namen“, so wie dies in Jesaja 43:10,11 und Apostelgeschichte 15:14,17 gezeigt werde. Heute wisse man nicht mehr, wie der Name Gottes ausgesprochen werde. Belegt sei das Tetragramm JHWH (JHVH) (https://de.wikipedia.org/wiki/JHWH) .Da der Name Jehova in Deutschland schon eine lange Tradition habe, spräche man den Namen Gottes mit Jehovas aus.

 

 

Das Königreich Gottes zweigeteilt

Es gäbe das „himmlische Leben“ in dessen Genuss nur 144.000 Personen kämen. Diese würden in der Zukunft mit Jesus Christus als Könige für 1000 Jahre über die Erde regieren (Offenbarung 14:1-3; 20:6).

Auf der Erde hätten die Menschen die Aussicht ewig in einem Paradies leben können (Lukas 23:42,43; Offenbarung 21:3,4).

 

Tod

Wenn der Mensch stirbt, sei er ohne Bewusstsein (Psalm 146:4; Prediger 9:5).

 

Kein Teil der Welt

Sich getrennt von der Welt zu halten, bedeute, dass man z.B. politisch neutral bliebe. Dies würde auch zu Hass und Verfolgung führen (Johannes 15:19,20; 17:15,16).

 

Anwendung biblischer Ratschläge im täglichen Leben

Zeugen Jehovas sind nicht vollkommen, aber sie versuchen die biblischen Ratschläge in allen Lebensbereichen anzuwenden. (2. Timotheus 3:16,17; Hebräer 4:12)

 

Jehovas Zeugen: Religiöser und ethischer Standpunkt

 Holger Brandt erklärte, dass Jehovas Zeugen das Leben lieben und deshalb auch alle vernünftigen Anstrengungen unternehmen würden, um lange zu leben. Sie seien auf hochwertige medizinische Versorgung bedacht und würden die allermeisten Behandlungsmethoden akzeptieren.

Sie lehnten Bluttransfusionen ab. Niemand könne mit Sicherheit sagen, dass ein Patient sterben werde, weil er eine Bluttransfusion ablehne  — oder dass er überleben werde, weil er sie akzeptiere.

 

Ablehnung der Bluttransfusion ist biblisch begründet

Die Ablehnung von Bluttransfusionen sei biblisch begründet. Der erste Hinweis befände sich in 1. Mose 9:4  (Luther 1964). Noah sei das Gebot nach der Sintflut gegeben worden:  „ …essen alles Fleisch nicht mit seinem Blut, in dem sein Leben ist“. Dies sei keine Speisevorschrift,  sondern ein sittlicher Grundsatz.

Dies sei in das Jüdische Gesetz übernommen worden: 3. Mose 17:11:  „Denn des Leibes Leben ist im Blut“.

Das Blut sei gleichgesetzt mit Leben. Wenn Blut ein Lebewesen verlasse, solle es zur Erde ausgegossen werden. Es würde gleichsam dem Schöpfer zurückgegeben  (5. Mose 12:16)

Für Christen sei dies Gesetz übernommen (Apostolisches Konzil  um das Jahr 49 u.Z.)worden: Apostelgeschichte 15:29  „ …dass ihr euch enthaltet … Blut …“

Besonders in der Ärzteschaft gäbe es das Leitprinzip „Das Leben ist des Menschen sein höchstes Gut“.

Jehovas Zeugen würden aber sagen, dass das Verhältnis zu Gott das  „höchste Gut“  sei. Sie würden von einem Arzt nicht erwarten, dass er ihre Wertvorstellungen teile, bzw. verstehe, aber dass er sie respektiere.

Bevor jemand ein Zeugen Jehovas werde, müsse er Glaubensimperativ sich des Blutes zu enthalten zustimmen.

 

Kinder und Bluttransfusionen

Eine besondere Situation ergäbe sich bei Kindern. Das Elternrecht nach Artikel 6 (2) GG (Grundgesetz) schließe auch den Lebens- und Gesundheitsschutz für die Person des Kindes ein.

Eltern, die sich für eine Behandlung ohne die Verwendung von Blutprodukten für ihr Kind entscheiden würden, gefährdeten nicht zwangsläufig das  „Kindeswohl“. Bluttransfusionen bürgen auch  Gefahren in sich.

Der Staat habe ein Wächteramt.  Ein Gericht könne dem Arzt eine Genehmigung zur Verabreichung einer Bluttransfusion erteilen.

Habe der Arzt  sorgfältig alle verfügbaren und geeigneten Transfusionsalternativen angewandt, räume § 34 StGB „Rechtfertigender Notstand“ dem Arzt die Möglichkeit ein, im Notfall Bluttransfusionen auch gegen den Willen der Eltern und ohne Gerichtsbeschluss zu verabreichen.

Jehovas Zeugen respektierten diese Rechtslage.

 

Grundlegende Haltung zu Fremd- und Eigenblut

Die Übertragung der Hauptbestandteile des Blutes Erythrozyten, Leukozyten, Thrombozyten oder Blutplasma würde nicht akzeptiert. Jeder Zeuge Jehovas treffe aber in Bezug auf die Verwendung von Hämoglobin, Hämin, Interferone, Albumin, Gerinnungsfaktoren, Fibrinogen und Immunglobuline seine eigene Gewissensentscheidung.

Die Wiederzufügung von Eigenblut nach vorheriger Abnahme würde nicht akzeptiert, da dies aus dem Körper ausgelagert sei und die Lagerung  5. Mose 12:16 wiederspräche, das Blut auf die Erde auszugießen.

Eine normovolämische Hämodilution (Blutverdünnung), Dialyse, Herz-Lungen-Maschine, und die Blutrückgewinnung würden von vielen akzeptiert, aber jeder müsse seine eigene Gewissensentscheidung treffen.

 

Organspende und Transplantation:

Während Blutgenuss in der Bibel ausdrücklich verboten würde, gäbe es kein biblisches Gebot, über die Aufnahme von Gewebe oder Knochen eines anderen Menschen.

Organtransplantation und Organspende seien eine persönliche Entscheidung. Diese Gewissensentscheidung träfe auch auf Vorzellen (Retikulozyten) zu.

 

Patientenverfügung

Üblicherweise trügen Zeugen Jehovas eine Patientenverfügung bei sich, in der sie ihre Ablehnung eine Bluttransfusion zu erhalten darlegten, sowie ihre persönliche Ansicht zur Verwendung von Blutbestandteilen.

In Deutschland könne man in der Patientenverfügung  auch eine Person als Bevollmächtigte in Gesundheitsfragen einsetzen, der für den Patienten die medizinische Entscheidung träfe, wenn dieser nicht mehr ansprechbar sei und seinen Willen nicht darlegen könne.

 

Alternativen zu Fremdbluttransfusionen 

Eine Methode sei es, das Erythrozythenvolumen vor der OP zu optimieren. Das Mittel Erythropeitin (EPO) sorge für  keine schnelle Anhebung des HB-Wertes, deshalb sei es wichtig früh mit der Behandlung zu beginnen.

Der Blutverlust bei einer OP müsse minimiert werden.

Die Anwendung von Gerinnungsmitteln [Anmerk.: normale Gewinnung aus  Blutfraktionen, können inzwischen auch synthetisch hergestellt werden], die aus dem Blutplasma (Hauptblutbestandteil) gespalten und damit aktiviert würden, wäre Entscheidung des einzelnen Zeugen.

Die großzügige Gabe von Sauerstoff (O2) sei von elementarer Bedeutung und  für fast alle Zellen in biologischen Geweben wichtig.

Fazit

Pro Jahr müssten ca. 3.000 Patienten (Zeugen Jehovas) in den  USA einer medizinischen Behandlung unterziehen, darunter gäbe es nur  250 – 275 größere Operationen.

Es gäbe weder  längere Krankenhausaufenthalte, noch eine höhere Sterblichkeit bei einer Behandlung ohne Blut zu verzeichnen.

 

Krankenhausverbindungskommitees

Zeugen Jehovas hätten weltweit Krankenhausverbindungskomitees (ca. 1700 in 110 Ländern)  aufgestellt.

Sie sollen das  Verständnis zwischen Patienten und ihren Ärzten verbessern.

„Mitglieder des Krankenhausverbindungskomitees“  gingen in die Krankenhäuser, sprächen  Ärzte an und fragten, ob diese bereit seien bei Zeugen Jehovas-Patienten Behandlungsalternativen  zu Fremdblut anzuwenden.

Einige Ärzte dokumentieren ihre Bereitschaft und könnten so im Bedarfsfall als Ansprechpartner genannt werden.

Das ärztliche Gewissen würde individuell dokumentiert.

Zu den Aufgaben des Krankenhausverbindungskomitees gehöre es auch, Ärzte mit aktuellen Fachartikeln renommierter medizinischer Zeitschriften zu versorgenArzt-Arzt-Konsultationen mit Spezialisten zu vermitteln oder auch Präsentationen vor Ärzten, Ethikkommissionen oder Juristen zu halten.

 

Krankenbesuchsgruppen

Versammlungsälteste, die am Ort des behandelnden  Krankenhauses wohnten, würden sich um die seelsorgerische Betreuung der Patienten kümmern.  Wenn nötig sorgten sie auch für eine Übernachtungsmöglichkeit für Angehörige.

Allgemeiner Fragenteil

Wie stellen Sie sich den Tod vor, als Schlaf?

Ja, wie Schlaf ohne Bewusstsein. Die Bibel spräche nicht von einer unsterblichen Seele.

Die 144.000 würden sterben und würden mit einem geistigen Leib auferweckt.

Es gäbe eine  Auferstehung der Toten (1 Korinther 15:13, Johannes 5:22,28).

 

Wie ist der Umgang mit Fleisch und dem Blut von Geschlachtetem? Achten Sie darauf, dass das Fleisch „koscher“ und „halal“ ist?

Es gibt keine besonderen Vorschriften. Ob jemand Fleisch esse, sei seine persönliche Entscheidung. Es könne nicht jeder Tropfen Blut ausgepresst werden. Das biblische Gebot sei, das Blut zur Erde auszugießen.[Anmerk.: 5. Mose 12:16 Nur das Blut sollt ihr nicht essen. Auf die Erde solltest du es ausgießen wie Wasser.] Mit diesem Gebot sei aber bereits klar, dass noch immer etwas Blut im Fleisch enthalten sei, auch wenn es ausgeblutet sei.

 

Wie reagieren die Ärzte in Bezug auf Informationen zu alternativen Behandlungsformen, die statt einer Bluttransfusion eingesetzt werden können?

 In letzter Zeit seien die Ärzte dankbar für die Informationen. 80 % seien aufgeschlossen und 20 % dagegen.

 

Kein Teil der Welt zu sein? Wie ist die Beziehung zu der Welt?

Zeugen Jehovas bekleiden keine politischen Ämter, hetzten nicht gegen die Regierung und machen keine Propaganda gegen Parteien.

Jeder Zeuge Jehovas entscheide selbst, ob er zur Wahl ginge und einem Kandidaten eine Stimme gäbe oder nicht. Allerdings würde er dies im Sinne seiner Funktion als „Gesandter  an Christi statt“ (Christus sei der inthronisierte himmlische König)  entscheiden (Wachtturm vom 1.11.1999 S. 28-29 Fragen von Lesern:  Wie betrachten Jehovas Zeugen das Wählen?). Von Gesandten würde erwartet, neutral zu sein; sie mischten sich nicht in die inneren Angelegenheiten der Länder ein, in die sie gesandt würden.

Im Kindergarten, in der Schule, im Sportverein und in der Nachbarschaft hätte man Kontakt zu Andersgläubigen.

Es sei eine persönliche Entscheidung, ob man im Elternrat, im Betriebsrat oder als Klassensprecher tätig sei.

 

Wie oft kommen Sie zusammen?

Zweimal die Woche. (Es würde ein Video über eine Zusammenkunft im Königreichsaal gezeigt.)

 

Geht jeder von Haus-zu-Haus?

Jeder Zeuge Jehovas gehe unterschiedlich lange in den Dienst und auf unterschiedliche Weise, dies hänge auch von dem Gesundheitszustand des Einzelnen ab.

Hat sich eine Wandlung in Bezug auf die Blutfrage und Transplantationen vollzogen?

Eine Zuhörerin bemerkte, dass sich anscheinend eine Änderung in Bezug auf die Sicht zu Bluttransfusionen Organtransplantationen vollzogen hätte. Ihr sei ein Fall einer Hamburger Asiatin bekannt, die von Zeugen Jehovas betreut worden wäre. Bedingt durch eine Krankheit wäre es nach Ansicht der Ärzte nötig geworden, dass sie eine Transplantation und Bluttransfusion erhalten müsse. Die Zeugen hätten sie so beeinflusst, dass sie dann Abstand davon genommen hätte. Später habe sich ihre Ansicht geändert und sie wollte eine Transplantation mit Bluttransfusion akzeptieren. Die Zeugen hätten sie daraufhin fallen gelassen.

Den Referenten war dieser Fall nicht bekannt. Die Fragestellerin konnte nicht alle Fakten darlegen. Es blieb unklar, ob es sich tatsächlich um eine Zeugin Jehovas gehandelt habe oder ob diese nur Interesse an der Lehre der Zeugen Jehovas bekundet hätte. Auch konnte nicht nachvollzogen werden, welche Umstände zur Akzeptanz der Organtransplantation Bluttransfusion im Nachhinein führten oder was es genau bedeutete, dass „sie fallen gelassen wurde“.

Bei Wilfried Voigtländer und Holger Brandt ging die Frage nach der geänderten Ansicht über Transplantationen unter. [Anmerk.: Die Zeugen Jehovas sprachen sich früher gegen eine Transplantation aus, weil diese zum einen ohne Bluttransfusion nicht möglich war, außerdem waren einige Zeugen der Meinung, dass es eine neuzeitliche Form des Kanibalismus wäre. Seit Jahrzehnten ist eine blutlose Transplantation auch eine Entscheidung des einzelnen Zeugen Jehovas. Siehe Leserfrage vom  15. 6.1980 Wachtturm S. 31]  Sie antworteten nur auf die Frage bezüglich der Bluttransfusion. Sie machten klar, dass jeder, der ein Zeuge Jehovas werden möchte, keine Bluttransfusion akzeptieren könne. Wenn er dies nicht akzeptieren würde, würde er nicht zu Taufe zugelassen.

Würde ein Zeuge Jehovas, der von Ärzten oder anderen Personen unter Druck gesetzt würde, eine Bluttransfusion akzeptieren, würde er nicht automatisch aus der Religionsgemeinschaft ausgeschlossen. Es käme auf die Sicht des Zeugen zur Bluttransfusion an. Wolle er weiterhin den Zeugen Jehovas angehören und denke, seine Entscheidung sei falsch gewesen, würde er von den Ältesten weiterhin betreut. Würde er aber kein Zeugen Jehovas mehr sein wollen, würde dies auch akzeptiert. Er habe aber die Chance, wieder aufgenommen zu werden, wenn er seine Meinung ändern würde.

Ausgeschlossene würden von den Ältesten einmal im Jahr angesprochen, wenn sie es gestatten würden. Man ginge für solche Gespräche sogar in Gefängnisse.

 

Fragen, die schon vorher eingereicht wurden

Sind Jehovas Zeugen tolerant gegenüber anderen Religionen?

Ja, Jehovas Zeugen sind tolerant gegenüber allen Religionen  (Matthäus 7:12, 1. Petrus 2:17)

Eine Vertreterin der jüdischen Kultusgemeinde  bat mit Hinweis auf die lateinische Bedeutung des Wortes Toleranz (tolerare: erdulden, ertragen)  darum, dass man nicht von Toleranz,  sondern von Akzeptanz (laccipere:  gutheißen, annehmen, billigen) sprechen solle. Wilfried Voigtländer und Holger Brandt sprachen sich für das Wort Respekt (respecto : zurücksehen, berücksichtigen) aus.

 

Gehen Zeugen Jehovas von Haus zu Haus, um ihre Rettung zu verdienen?

Nein, das sei nicht möglich, da die Rettung durch das Loskaufsopfer Jesu Christi möglich geworden sei. Durch Gottes unverdiente Güte Gottes sei es möglich ewiges Leben zu erlangen.

Warum feiern Jehovas Zeugen keinen Geburtstag und kein Weihnachten?

Dies sei kein biblisches Gebot. Es gäbe nur zwei Bibelverse, die von Geburtstagsfeiern berichten. Beide Feiern wurden nicht von Anbetern Gottes begangen. Es wurde bei beiden Feiern jeweils ein Person hingerichtet (1. Mose 40:18-22; 1. Mose 41:13; Matthäus 14:6-11; Markus 6:21-28).

Jesus habe nirgendwo geboten, seinen Geburtstag zu feiern (Lukas 22:19, 20).

Die Apostel und die ersten Jünger Jesu hätten kein Weihnachten gekannt. In dem Werk Religion in Geschichte und Gegenwart hieße es: „“Christi Geburtstag als liturgische Feier am 25. 12. ist erstmals im röm. Chronographen von 354 bezeugt““. Weiter würde dort erklärt, „begann Rom in der Ära Konstantins … das Natalis Christi““ oder die Geburt Christi zu feiern.

Es gäbe keinen Beleg dafür, dass Jesus am 25. Dezember geboren wurde. An welchem Tag Jesus zur Welt kam, sage die Bibel nicht.

Weihnachten habe seine Wurzeln in heidnischen Bräuchen (Weihnachtsbaum, Geschenke und Riten und sei  daher nach dem Bibelverständnis der Zeugen Jehovas für Gott nicht akzeptabel (2. Korinther 6:17).

 

Warum feiern Jehovas Zeugen kein Ostern?

Dem Osterbrauchtum fehle die biblische Grundlage.

Jesus habe geboten, jährlich an seinen Todestag zu erinnern, nicht an seine Auferstehung. Man gedenke jedes Jahr feierlich seines Todes an dem Tag, an dem er gemäß dem biblischen Mondkalender starb (Lukas 22:19, 20).

Viele Osterbräuche hätten ihren Ursprung in alten heidnischen Fruchtbarkeitsriten. Man könne sich nicht vorstellen, dass Gott dies gutheißen würde, zumal  sie auch Elemente aus der Verehrung anderer Götter enthalten würden (2. Mose 20:5; 1. Könige 18:21).

Abschluss der Veranstaltung

Die Forums- Veranstaltung war bis 20 h angesetzt. Da aber um 20 h schon andere Veranstaltungen begannen, verließen einige Zuhörer schon früher den Raum.  Da eine Zuhörerin aus Zeitdruck ihre Fragen nicht mehr stellen konnte, blieb diese unbeantwortet.

 

 

(C) Ingeborg Lüdtke

Siehe auch:

Fragen von Leser, Wachtturm vom 15.10.2000

 


Akzeptieren Jehovas Zeugen irgendwelche kleinen Blutfraktionen?

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